Bricht Die Linke in Pirmasens auseinander? NPD steht als neue politische Heimat offen

Artikel vom 05.07.2010
Kategorie: neue politische Heimat

Pirmasens. Daß innerhalb der Linken oft die Fetzen fliegen, das ist nicht neu. Fast wöchentlich gibt es irgendwo in Rheinland-Pfalz einen Kreis- oder Ortsverband, bei dem die Mitglieder rebellieren oder austreten. Nachdem sich in Trier und Ludwigshafen die Mitglieder der Linksparteifraktionen zerstritten haben, kommen auch in Pirmasens immer mehr Spannungen zu Tage.

Der Kreisverband Pirmasens der Linkspartei hat in einer oeffentlichen Erklärung im Internet Vorwürfe des Stadtratsmitglieds Fritz Wirth zurückgewiesen, dass es zwischen ihm und seinem Ratskollegen Frank Eschrisch kaum politischen Austausch gäbe. Eschrisch soll zum sogenannten Ullrich-Flügels gehören. Ullrich ist unlängst als Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz zurückgetreten.

Auch in Pirmasens steht mit Fritz Wirth ein Mandatsträger kurz davor, das Handtuch zu schmeissen. Für eine Partei wird das besonders dann tragisch, wenn es um kommunale Mandate geht. Ein Mann aus dem Volk. In der Tat nicht unsympathisch. Und so kam, was kommen mußte. Irgendwann haben sie, einer nach dem anderen, erkannt, daß die Linke nicht in der Lage ist, kommunale Politik produktiv zu gestalten.

Ehemalige Spitzenfunktionäre haben sich schon öfter über die diktatorische Ader Frank Eschrischs ausgelassen. Erst vor einigen Monaten zog der langjährige PDS Funktionär und Ehrenmitglied Günter Wollner mit weiteren Mitgliedern die Notbremse und trat aus der Partei aus.

Der Vorsitzende des NPD Kreisverbandes Westpfalz und Pirmasenser Stadtrat, Markus Walter, sagt zu den neuesten Entwicklungen:

„Fritz Wirth ist bemüht, seiner Verantwortung vor den Bürgern gerecht zu werden. Leider ist die Fraktion der Linken aber insgesamt nicht in der Lage, einen vernünftigen Ansatz für sinnvolle Politik zu liefern. Daß denen die Leute nach einem Jahr wieder abhauen, das hatte ich während des Kommunalwahlkampfes schon prognostiziert. Genau das tritt nun ein. Mit großen Erwartungen ist man den vermeintlichen Kämpfern für soziale Gerechtigkeit beigetreten, um dann Stück für Stück erleben zu müssen, daß diese Leute an vernünftiger Politik für die kleinen Leute keinerlei Interesse haben.

Ich kann den verärgerten und aktiven sowie ehemaligen Mitgliedern der Linken nur anbieten, sich mit uns an einen Tisch zu setzen. Die NPD ist an engagierten Kommunal-Politikern immer interessiert. Ich habe kein ideologisches Brett vorm Kopf. Wer bereit ist, sich in unserem Sinne für unsere Heimatstadt Pirmasens einzusetzen, der ist uns herzlich willkommen. Auch dann, wenn er vorher bei den Linken war.“

Verfasser:
Sascha Wagner




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